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Wir alle glauben an etwas. Unser Glaube kann uns vereinen aber auch trennen. Er kann uns retten oder uns zu Außenseitern machen. Er kann Frieden und Nächstenliebe stiften, aber auch als Vorwand für Kriege dienen. Glaube bewegt Milliarden von Menschen und jeden einzelnen ganz persönlich. Glaube - er wird als Vorwand genutzt, um Kriege zu führen und Schlachten zu schlagen. Er ist das Lebensthema von Milliarden, er bewegt, gibt Halt, lässt Menschen hassen und lieben, er spaltet und vereint. Vielleicht ist Glaube das Thema, das auf die ein oder andere Weise die meisten Menschen auf der Welt beschäftigt, mal mehr, mal weniger, ob Christ oder Muslim, Jude oder Hindu, Buddhist oder auch Atheist. In Glaube von A-Z drehen sich quer durch das Alphabet 26 Geschichten und Infoteile rund um das Thema Glaube. Alle Weltreligionen bekommen ihren Platz, aber der Film versucht auch, das ureigene, sehr private Gefühl des Glaubens in seinen verschiedensten Formen einzufangen - etwa beim Buchstaben "B wie Beten", bei dem Menschen aller Glaubensrichtungen berichten, um was es in ihren stillen Gebeten wirklich geht. Und wofür betet der deutsche Durchschnittsbürger eigentlich? Der Eine erbittet Weltfrieden, Gesundheit oder das große Geld, der Andere betet für einen freien Parkplatz in der Großstadt. Und an wen wenden sich die Menschen eigentlich? An Gott? An das Universum?

Die Dokumentation enthält die schönen, aber auch die aufwühlenden Themen, die mit Glauben verbunden und derzeit in aller Munde sind. Wir sind zu Gast in verschiedenen Gotteshäusern, vom Tempel über die Kirche, von der Synagoge bis zur Moschee. Was bewegt junge Menschen, in den heiligen Krieg zu ziehen, warum wollen deutsche Teenager im Irak oder in Syrien einen grausamen Kampf führen und ihr Leben aufs Spiel setzen? Mit welchen Vorstellungen machen sie sich wirklich auf, was treibt sie aus unserer Gesellschaft: ein junger Mann legt schockierendes Zeugnis ab. Wie er die Welt, den Krieg, den Tod sieht - und woran er glaubt.

Doch auch die Frage "Quo vadis, Christentum?" muss gestellt werden - und zwar aus der Sicht der Gläubigen. In der Kirche jagt ein Skandal den nächsten, die Schäfchen laufen in Scharen davon, von der Jugend ganz zu schweigen. Doch es gibt immer mehr Menschen, die die Kirche von innen reformieren wollen.

Die filmische Reise führt natürlich auch an heilige Orte: Israel zum Beispiel. Im "Jerusalem Boxing Club" reichen sich junge Israelis und Palästinenser die Hand, nachdem sie sich in dem ehemaligen Luftschutzkeller kurz zuvor beim gemeinsamen Boxsport geschlagen haben. Im französischen Lourdes steht dann das Hoffen auf Genesung im Mittelpunkt: "W wie Wunderheilung". Über 150 Jahre nach der angeblichen Marienerscheinung ist der Wallfahrtsort sowohl bei Kranken als auch bei Gesunden populär wie nie zuvor - zur "Saisoneröffnung" im Februar erzählen Gläubige aus aller Welt, welches ganz persönliche Wunder sie sich von ihrem Besuch in Lourdes erhoffen. "Glaube A-Z" bietet neue Einblicke in verborgene Welten oder sehr eigenwillige Überzeugungen. "O" wie Odin beschäftigt sich mit den neuen Heiden, die alte germanische Götter verehren und europaweit immer mehr Zulauf bekommen. Außerdem wird die Schöpfungsgeschichte aus Sicht der Kreationisten erzählt. Und natürlich nähern wir uns dem, was für viele einfach über allem steht. Und das mathematisch. Ein Berliner Wissenschaftler demonstriert den Gottesbeweis mithilfe von mathematischen Formeln. Dass es Gott gibt, wird er schlicht und ergreifend vorrechnen - und alles was er dafür braucht, ist ein handelsüblicher Laptop. Schon im Jahr 1941 hat der Versuch in der Fachwelt Wellen geschlagen: "D wie Deus ex Machina".

Die episodische Dokumentation "Glaube A-Z" wird von Thorsten Eppert, Niels Folta und Melanie Thun erzählt. Sie wagen das Risiko, sich filmisch auf das weite Feld des Glaubens zu begeben, was auch ein Minenfeld sein kann. Sie lassen Menschen mit ganz unterschiedlichem Glauben zu Wort kommen, jenseits der aktuellen Nachrichtenlage. In Einspielfilmen und Animationen gehen sie der Frage nach, was in den unterschiedlichen Religionen nach dem Tode passiert, was als Laster gilt, und ab wann religiöser Glaube überhaupt die Menschen rund um die Welt ergriffen hat. Ihr Film ist eine muntere, informative und vor allem bewegende Fahrt durch ein ganz subjektives Alphabet des Glaubens.

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