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Die Titanen (griechisch Τιτάνες) sind in der griechischen Mythologie ein mächtiges Göttergeschlecht, das in

Titans

Fall der Titanen

der legendären Goldenen Ära herrschte. Wie die Kyklopen und Hekatoncheiren sind sie Nachkommen der Gaia und des Uranos. Die weiblichen Titanen werden auch Titanide genannt.

Vom Titanenkampf zwischen Olympiern, Hekatoncheiren und einer Reihe von Titanen berichtete das verlorene Epos Titanomachie, in welchem sie nach hartem Kampf schließlich besiegt und in die Tiefen der Unterwelt, den Tartaros, getrieben werden.

Die Titanen Bearbeiten

Hesiod gibt zwölf Titanen und jeweils sechs Söhne und Töchter, welche wiederum sechs Paare bilden an.

Hyperion, Iapetos, Koios, Kreios, Kronos, Mnemosyne, Okeanos, Phoibe, Rhea, Themis, Tethys und Theia sind die Kinder der Gaia und des Uranos.

Iapetos zeugte mit Klymene oder Asia vier (Atlas, Epimetheus, Menoitios und Prometheus), während Kreios gemeinsam mit Eurybia drei weitere Titanen zeugte (Astraios, Pallas und Perses).

Desweiteren verbanden sich vier Brüder mit vier Schwestern:

Mythen Bearbeiten

Entmannung von Uranos: Bearbeiten

Die ersten Kinder, die Gaia dem Uranos gebar, die Zyklopen und Hekatoncheiren, waren diesem von Anfang an verhasst, so dass er sie in den Tartaros verbannte und Freude an diesen furchtbaren Taten empfand. Da Gaia darunter litt und erbost war, versteckte sie die folgenden Kinder, brachte den grauen Stahl hervor, machte daraus eine Sichel und überreichte ihnen diese, damit Vergeltung ausüben. Sie stachelte die Titanensöhne an zu rebellieren, angeführt von Kronos, dem jüngsten der Titanen, legten sie zu fünft einen Hinterhalt für ihren Vater. Sie packten ihn, als er auf der Erde lag, um ihn an den vier Ecken der Welt festzuhalten, während Kronos in der Mitte den Titanenvater Uranos entmannte. Das Geschlechtsteil des Uranos warf Kronos ins Meer. Das auf Gaia fallende Blut aus Uranos’ Geschlechtsteil befruchtete sie; Gaia gebar daraufhin die Giganten, die Erinnyen und die melischen Nymphen. Aus dem weißen Schaum, der durch Mischung von Uranos’ Blut und Samen entstand, erwuchs Aphrodite Nach anderen Autoren war Okeanos der einzige der Titanen, der nicht an der Kastration beteiligt war und auch im Titankampf neutral blieb

Titanomachie Bearbeiten

Hesiod erzählt, dass nach dem Sieg des Kronos über Uranos zwischen den Titanen und den späteren Olympischen Göttern ein heftiger Kampf entbrannte, der erst entschieden werden konnte, als Gaia letzteren verriet, wie der Sieg zu erringen sei: Die von Kronos gefangengehaltenen Hekatoncheiren sollten zur Hilfe herbeigeholt werden, um die Götter im Kampf zu unterstützen. Als der Kampf zwischen Göttern und Titanen neu entbrannte, bewarfen die Hekatoncheiren die Titanen mit Steinen, so dass sie unter diesen begraben wurden. Schließlich auch noch gefesselt, wurden sie in den Tartaros gestoßen, von wo sie niemals mehr entkommen können, da Poseidon eine eiserne Tür baute und die Hekatoncheiren diese nun bewachen. Okeanos und alle Titaniden sollen an diesem Kampf nach anderen Angaben nicht oder nur passiv beteiligt gewesen sein. So soll ein Teil jüngerer Titanen, unter anderem Helios, auf Seite des Zeus gestanden haben.