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Uranos (griechisch Οὐρανός) stellt in der griechischen Mythologie den Himmel in Göttergestalt dar und herrscht in der ersten Generation über die Welt.

Geburt Bearbeiten

Uranos wurde im Schlaf (ohne Begattung) von Gaia hervorgebracht. Er war ihr erstgeborener Sohn und der drittälteste Gott der Welt - nach Chaos und Gaia. Mangels Alternative wurde er auch ihr Gatte.

Uranos im Mythos Bearbeiten

Mit seiner Mutter Gaia hatte Uranos viele Nachkommen; erst die Titanen, drei Kyklopen und drei Hekatoncheiren. Alle diese Kinder waren ihm verhasst, er verbarg sie in der Tiefe der Erde, im Tartaros. Diese böse Tat erfreute ihn, so erzählt es Hesiod. Und sie erboste Gaia, die daraufhin den „grauen Stahl“ hervorbrachte, um daraus eine gewaltige Sichel zu fertigen und ihre Söhne anstiftete, den Vater zu bekämpfen. Alle erschraken. Doch der Titan Kronos erklärte sich schließlich bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, da Uranos tatsächlich als erster eine schändliche Tat ersonnen habe.

Als Uranos das nächste Mal zu Gaia stieg und bei ihr lag, entmannte ihn Kronos mit dieser Sichel – die in anderen Erzählungen aus Feuerstein gewesen sein soll. Uranos verfluchte den Sohn, der ihn verraten hatte, dass ihm dasselbe geschehen möge und er von seinen eigenen Kindern hintergangen werde. Aus

MutiliationUranos

den Blutstropfen, die auf die Erde fielen, gebar Gaia die drei Furien (Erinnyen), die Giganten und die Meliaden (Meliai - die Melischen Nymphen - Eschennymphen - Dryaden, die Dämonen der Rache und rohen Gewalt). Seither verfolgen die Erinnyen jede Verletzung mütterlicher Ansprüche, selbst wenn diese nicht gerechtfertigt sind, in weiterer Folge aber auch jede Verletzung einer Rangordnung, die durch eine Blutsverwandtschaft bedingt ist. Aus dem Samen des abgeschnittenen Geschlechts, welches ins Meer fiel, entstand Aphrodite, die somit älteste olympische Göttin. Kronos übernahm die Weltherrschaft, bis auch er von seinem Sohn Zeus gestürzt wurde.

Mit der Erzählung der Entmannung des Uranos nimmt die Urzeugung zwischen Himmel und Erde in der griechischen Mythologie ihr Ende und Uranos selbst spielt in den weiteren Erzählungen keine Rolle mehr. Von seinen Nachkommen haben die Titanen die größte Bedeutung, denn von ihnen stammen auch die späteren olympischen Götter ab

Nachkommen Bearbeiten

Mit Gaia:Bearbeiten

Titanen Zyklopen Hekatoncheiren
Okeanos Brontes Briareos
Thetys Steropes Kottos
Koios Arges Gyges
Phoibe
Hyperion
Theia
Iapetos
Themis
Kreios
Mnemosyne
Rhea

Alleine:Bearbeiten

Meliaden Giganten Erinnyen Olympier
Arethusa Alkyoneus Alekto Aphrodie
Britho Theodamas Megaira
Celaeno Kytios Tisiphone
Cynosura Enkelados
Glauke Porphyrion
Helice Echion
Ide Athos
Adrastea